Für mich

bedeutet Neuropsychologische Aktivierung………

Katja Goihl
das Annehmen der Lebenssituation und des psychischen Zustandes des von Erkrankung Betroffnen. Eingehen auf seine Wünsche und Reflexion seiner Sinngebungen und damit teilhaben an dessen Leben. Ich begebe mich in sein Leben und als Erfahrung lerne ich mich selber besser kennen. Daraus entsteht eine wunderbare Nähe, ohne Anspruchserfüllung und ohne Erwartung -ein wohltuendes dahin schweben und fließen der Gedanken. Wir verwachsen zu einem Sinn und verstehen uns wortlos - glückliche Momente.

Helmut Dietz
Betriebliches Gesundheitsmanagement sollte auch Aspekte der besseren Vereinbarkeit von Pflege und Beruf für unsere Mitarbeiter einschließen. Praktische Erfahrungen im Einsatz der Neuropsychologischen Aktivierung in der häuslichen und stationären Pflege, könnten auch dem bei uns betroffenen Mitarbeiterkreis, neue Handlungsalternativen geben.

Steffi C. Weise
Im Spektrum der integrierten geronto-psychiatrischen Gesundheitsversorgung zeigt sich der psychisch therapeutische Ansatz der Neuropsychologischen Aktivierung, als eine stets auf den Krankheitsverlauf und die jeweilige Tagesstruktur anpassbare, jederzeit verfügbare und ohne eine spezielle psychologische Bildung anwendbare zugleich individuelle und liebevolle Zuwendung, in der häuslichen, ambulanten und stationären Pflege.

Mortimer Graf zu Eulenburg
Wer die Erfahrung kennt, welche Herausforderung ein Angehöriger für die Pflege eines geriatrischen und/oder multimorbiden betroffenen Familienmitgliedes zu ertragen hat, der wünscht sich ein Angebot, dass gemeinsam mit dem Betroffen erlebbar wird und bei beiden psychisches Wohlbefinden erzeugt.

Rainer Stark
Sich gegenüber einem schwerstpflegebedürftigen Menschen hilflos zu fühlen ist nicht ungewöhnlich, ihm aber Freude zu bereiten, seine Teilhabe zu erleben an schönen Erinnerungen, lässt mich weiter an seine aktive Seele glauben und hilft die eigene Ohnmacht zu überwinden.

Irina Zöhner
Ich sehe häufig die ratlosen Gesichter von PflegerInnen, wie diese den Zugang zu Menschen mit Deprivations-Syndrom herzustellen versuchen. Wenn wir mehr von den PatientInnen wissen würden, wenn das individuelle Lebensmodell die Brücke in das Jetzt wäre, dann könnten wir die dialogische Begegnung besser nutzen, um deren Heilung durch Freude zu beschleunigen, ihr Lebensgefühl darin stärken dass sie sicher und geborgen sind, ihrem Lebenswillen die Zufriedenheit hinzufügen.

Helge Voigt
Das Wesen der Psychosomatik und deren Berücksichtigung in der Krankenpflege und Heilung ist ein Kulturgut aus vielen 1000 Jahren Menschheitsgeschichte. Fragen wir doch die Natur und nutzen wir ihre uns tragende Energie, denn wir sind ein Teil von ihr. Stellen wir den Kontakt zu ihr her, zu ihren Farben, Bildern und Geräuschen. Berühren wir sie und lassen uns von ihr berühren.

Dirk Lefarth
Demenz und Deprivation kann man anfassen. Sich durch Berührung den Betroffenen nähern wollen, verlangt mehr als Fürsorglichkeit und Wertschätzung, nämlich Liebe. Die Betroffenen annehmen, sie einbeziehen, sie sich beteiligen lassen – das geht nur mit der Liebe.