Das Netzwerk „Neurostimulation-Berlin“
ist eine offene Plattform zum Gedankenaustausch für die Anwendung niedrigschwelliger, nicht-medikamentöser Neuropsychologischer Aktivierung zur Verbesserung psychischer Gesundheit, insbesondere für Verringerung bzw. Aufhebung psychischer Deprivationen.

Deprivationen
kennzeichnen den psychischen Zustand des Organismus, der durch ungenügende Befriedigung der grundlegenden seelischen Bedürfnisse entsteht. Dieser Zustand kann entstehen, wenn es nicht gelingt, eine enge und von intensiven Gefühlen geprägte Beziehung zum Mitmenschen aufzubauen. So auch das nicht erfüllte Bedürfnis nach Stabilität, um im Wechsel der Geschehnisse eine Dauerstruktur, Ordnung und Gesetzmäßigkeit zu finden und damit eine Kontinuität von Vergangenem, Gegenwärtigem und Künftigem herzustellen.

Deprivationen
zeigen sich in unterschiedlichsten Lebensbereichen und Lebenssituationen. Am Arbeitsplatz z. B. in Leistungsschwäche, geringes Selbstwertgefühl, gesteigerte Empfindlichkeit gegenüber Kränkungen.

Das Deprivationssyndrom
z. B. bei längerem Krankenhaus- oder Heimaufenthalt infolge unpersönlicher Betreuung und mangelhafter individueller Zuwendung (Mangel an Reizen, Mangel an liebevoller Zuwendung). Durch die Einweisung in ein Heim, die lieblose Betreuung zu Hause, die Trennung von Familienangehörigen oder gar Misshandlungen kommt es oft zu einer ängstlich-widerstrebenden oder einer ängstlich-vermeidenden Bindung an die Betreuung.

In der Pflege/Altenpflege z. B. bei Menschen mit Demenz, Aggressionen und Reizbarkeit, Aversionen, Neigung zu asozialem Verhalten, Angstzustände, Depressive Grundstimmung, Regression, Beschleunigung des Abbaus kognitiver Fähigkeiten, Verhinderung des emotionalen Erlebens, monotone Bewegungen, ständig gleiche Fragestellungen.

In geriatrischen, geronto-psychiatrischen und neurodegenerativen Krankheitsbildern zeigen sich psychische Deprivationen sehr häufig auch im mangelhaften Gefühl von Geborgenheit und Orientierung, Störungen des Appétits, Teilnahmslosigkeit, Apathie, Verwirrtheit, Delir.

Wir interessieren uns für Ihre Erfahrungen und Fragen zum Thema „Psychische Deprivation“. Gerne stehen wir Ihnen auch für Gespräche zur Verfügung. Sprechen Sie uns einfach an.